Week-End Fest 2017 (2)

Juana Molina und O Terno zeigen bei der siebten Ausgabe des Kölner Week-End Fests, dass der Tropicalia-Sound auch heute noch relevant ist. Aufnahmen aus der Stadthalle Köln-Mülheim vom 27. und 28. Oktober 2017.

 

In den späten 60er Jahren entstand in Brasilien das Tropicalia-Genre. Interpreten wie Caetano Veloso oder Tom Zé suchten nach neuen musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten jenseits bereits etablierter Popklänge.

O Terno starteten ihre Karriere als Coverband. Sie spielten Stücke von den Beatles und den Kinks nach. Ihr Debütalbum „66“ wurde von der brasilianischen Musikpresse gefeiert. Hierzulande ist das Trio mit seinen eingängigen Popmelodien und psychedelischen Rockexperimenten noch ein Geheimtipp.

Die argentinische Singer-Songwriterin Juana Molina fand über Umwege zur Musik. Sie studierte zunächst Architektur und war anschließend in einer argentinischen Sitcom zu sehen, bevor sie zur Gitarre griff. Auf ihren Studioalben experimentiert Molina mit elektronischen Sounds und Drumcomputern. Live verwandelt sie ihre Stücke in groovende Acid-Trips.

Nach so viel interkontinentalem Input noch ein Blick auf die heimische Poplandschaft. Dafür sorgt Jahr für Jahr im Januar die Cologne Music Week. Vom 15. bis 20. Januar bereicherte sie die Kölner Club- und Konzertlandschaft mit aufregenden lokalen Newcomern. Im Funkhaus war bei WDR 3 Open Sounds die Band Urlaub in Polen zu Gast. Strenggenommen handelt es sich bei dem Duo um keine Newcomer-Band, da es bereits seit einigen Jahren existiert. Urlaub in Polen besteht aus Schlagzeuger Jan Philipp Janzen, der auch in der Band Von Spar trommelt und dem Sänger, Gitarrist und Keyboarder Georg Brenner. Fünf Alben und mehrere Singles hat das Duo bereits aufgenommen. Ihre Musik bewegt sich zwischen psychedelischen Improvisationen und groovenden Krautrock-Jams.

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O Terno

Juana Molina

Aufnahmen aus der Stadthalle Köln-Mülheim vom 27. und 28. Oktober 2017

Urlaub in Polen

Aufnahme aus dem Kleinen Sendesaal im WDR Funkhaus vom 15. Januar 2018

Mit Raphael Smarzoch

© WDR 3, Open Sounds, 10.2.2018

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