„La Llorona“ – Die mexikanische Sängerin Lila Downs

Lila Downs sieht so bunt aus wie Frida Kahlo und singt wie Chavela Vargas, von tieftraurig bis beschwingt. Sie denkt politisch und steht für intelligente Roots-Musik aus Mexiko.

Mit  Cecilia Aguirre

„Mein Vater war ein nordamerikanischer Maler und Filmemacher und meine Mutter eine Indianerin aus dem Süden Mexikos, aus Oaxaca.“ Dieser indianische Einfluss wird lebensprägend für die bekannteste Stimme Mexikos. Denn ursprünglich wollte Lila Downs Schamanin und Wunderheilerin werden. Sie begann sich während eines Anthropologie-Studiums für die indianischen Traditionen zu interessieren und schrieb eine Arbeit über Webmuster. Später studierte sie Operngesang in Los Angeles, zog tingelnd durch die Gegend und war zwischenzeitlich auch mal Schmuckverkäuferin. Diese Zeiten sind lange vorbei, denn mittlerweile hat der bunte Paradiesvogel Lila Downs Kultstatus erreicht. Sie gibt den Mixteken, Zapoteken oder Maya eine Stimme und erreicht gleichzeitig mit ihrem Rock, Hiphop, Northern und Cumbia-Mix große Teile der US-amerikanischen Latino-Communities. Ihr aktuelles Album „Salón Lágrimas y Deseo“ gewann im November 2017 bei den Latin Grammys in der Kategorie „bestes traditionelles Pop Vocal Album“.


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© WDR 3, Jazz & World, 3.1.2018

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