„Jenseits der Kastanien“ Von Marina Frenz

„Wissen Sie was ein DDON ist? Ein DDON ist ein Definitiver Depp Ohne Nationalität. Ich bin einer.“, sagt Marina Frenk, die 1993 aus Moldawien mit ihren Eltern in die Dortmunder Nordstadt zog. Mitten in den „Migrantendschungel des Ruhrgebiets“.

Von Marina Frenz

Mit Blick auf Flüchtlingsschicksale von heute erzählt Marina Frenk von ihrer eigenen „Integration“. Von kultureller Transformation und Identitätsschlamassel. Vom Verlorengehen: einer Sprache, einer Herkunft. Von schönen und hässlichen Unterprivilegierten, von Vorzeige-Ausländern am Theater und Unterschichts-Arbeitslosen im Viertel. Von Neu-Deutschen und Alt-Deutschen. Von Unbehaustheit und Heimatsuche mit und ohne Wohlstand, mit und ohne Migrationshintergrund: in ihr drin und um sie herum. Und von Paul Celan aus Czernowitz in der Bukowina und Versen wie dem: „Erst jenseits der Kastanien ist die Welt“.

 

 

© Von: Marina Frenk; Redaktion: Leslie Rosin; Produktion: MDR 2017

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