Hörfunktipps KW 36 Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova

Montag, 4. September 2017

 

Musik-Panorama · 21.30 – 22.50 Uhr · Deutschlandfunk
Arolser Barock-Festspiele 2017
La Voce nel Violino
Virtuose Violinsonaten des frühen 17. Jahrhunderts von
Marco Uccelini, Giovanni Battista Fontana, Biagio Marini u.a.
Ensemble Imaginarium
Leitung und Violine: Enrico Onofri
Enrico Onofri gehört zu den renommiertesten Geigern in der internationalen Alte-Musik-Szene. Er wirkt als Solist, Ensembleleiter und Dirigent und lehrt an verschiedenen Hochschulen und Konservatorien. Das, was ihm als Geiger besonders am Herzen liegt, ist die oft wenig bekannte, virtuose solistische Musik des frühen 17. Jahrhunderts. Es war eine Zeit, in der sich die Instrumente der Violinfamilie von ihrer Funktion als bloße Begleiter des Gesangs befreiten und selbst zur ‚Stimme‘ wurden.

Zeitfragen. Feature · 19.30 – 20.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur
Mach! Mal! Langsam!
Von der Suche nach der richtigen Geschwindigkeit
Von Wolf-Sören Treusch
Speeddating, Powernapping und Multitasking: Es gibt viele Methoden, Zeit noch effizienter zu gestalten. Mit allen erdenklichen Nebenwirkungen wie Burn-Out und Schlaflosigkeit. Menschen leiden heute stärker unter Zeitdruck als je zuvor in der Geschichte. Auch Politiker, die weitreichende Entscheidungen in immer kürzeren Zeitabständen treffen müssen. Jahrzehntelang war das Streben nach Fortschritt vom Glauben an Beschleunigung bestimmt. Entscheidungen im Management, Innovationsprozesse, kreative Geistesblitze – wenn etwas zu lange dauerte, war es schlecht. Ein neuer Trend will Abhilfe schaffen: Slow Business. Getreu dem Motto ‚Yoga ist das neue Joggen’ geht es dabei um Fortschritt ohne Schnelligkeit im Zeitalter der Achtsamkeit.

Kriminalhörspiel · 21.30 – 22.30 Uhr · Deutschlandfunk Kultur
So bitterkalt
Nach dem Roman von Johan Theorin
Regie: Judith Lorentz
Dlf Kultur 2017/58‘05
(Ursendung)
Die Anstalt, ‚Sankt Psycho‘ genannt, liegt einsam an der schwedischen Westküste. Die Insassen haben furchtbare Gräueltaten begangen, nur ihre Kinder dürfen sie in dem streng bewachten Gebäude besuchen. Erzieher Jan Hauger bewirbt sich im Kinderhort Lichtung, wo die Sprösslinge der psychisch kranken Eltern betreut werden. Jan hofft, in der Klinik seine Jugendfreundin Rami zu finden. Während er über alte Kellerräume einen Weg nach drinnen sucht, will ein anderer raus: der Mörder Ivan Rössel, der viel über Jan weiß.

Dienstag, 5. September 2017


Das Feature · 19.15 – 20.00 Uhr · Deutschlandfunk
„Ich bin doch kein Täter!”
Häusliche Gewalt gegen Pflegebedürftige
Von Günter Beyer
Dlf 2017
Zwei Drittel aller Pflegebedürftigen werden in Deutschland zu Hause versorgt. Wenn dann z.B. Kinder ihre alten Eltern, die sie pflegen, töten, erscheint dies als ungeheuerlicher Tabubruch. Und die Gewalt gegen Hilfsbedürftige hat viele Gesichter: Beschimpfung, Vernachlässigung, grobes Anfassen, blaue Flecken, Entmündigung – oft eine Spirale mit schrecklichem Ende. Manche Angehörige behaupten, sie hätten ihr Opfer aus der Pflegeabhängigkeit erlösen wollen. Wer Gewalt gegenüber kranken Angehörigen ausübt, fühlt sich oft überfordert. Kranke und Alte sind nicht selten schwierig im Umgang, die Pflege wird zur unerträglichen Last. Die familiäre Nähe, die eigenen vier Wände können zur Falle werden. Doch ans Tageslicht kommen nur wenige Fälle häuslicher Gewalt, selbst viele Ärzte erkennen die Symptome nicht.

Alte Musik · 22.00 – 22.30 Uhr · Deutschlandfunk Kultur
Sprungbrett in die Pariser Musikwelt
Der Salon von Mademoiselle de Guise
Von Helga Heyder-Späth
Wenn heute von französischer Musik des 17. Jahrhunderts die Rede ist, denkt man unwillkürlich an die glanzvolle Hofhaltung der französischen Könige. Aber auch in den vielen Adelssalons in Paris konnte man damals hervorragende Musik erleben, allen voran im Palais der Mademoiselle de Guise. Wir werfen einen Blick auf diese ungewöhnliche Mäzenin, deren Privatkapelle für so manchen Komponisten zu einem Sprungbrett in die Pariser Musikwelt wurde.

Mittwoch, 6. September 2017

Querköpfe · 21.05 – 22.00 Uhr · Deutschlandfunk
Kabarett, Comedy & schräge Lieder
Kabarettbundesliga Open Air (5/6)
Ein Best-of der Liga auf der GAUKLER FESTung 2017
Von Daniela Mayer
(Teil 6 am 13.9.2017)
Die Kabarettbundesliga ist an die frische Luft gegangen! Zum ersten Mal präsentierten sich ehemalige Mitspieler der sogenannten deutschen Kabarett Meisterschaft auf einem Open-Air-Festival. Im Rahmen der GAUKLER FESTung traten am 29. und 30. Juli insgesamt 14 Künstlerinnen und Künstler in Koblenz auf. Mit dabei waren unter anderem Friedemann Weise, Thomas Schreckenberger, Sebastian Nitsch, Sascha Bendiks und Simon Höneß. In unserer sechsteiligen ‚Querköpfe’-Sommerreihe hören Sie die Highlights des Open Airs.

Feature · 0.05 – 1.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur
Texas Pattis Karnevalsparty
Von Jan Decker
Regie: Jan Decker/Ingo Kottkamp
Dlf Kultur 2017/ca. 54‘
(Ursendung)
Es wird viel über Porno geredet: Pornografisierung der Gesellschaft, ‚Generation Porno‘. Doch die wenigsten gehen hin. Zum Porno. Welche Beobachtungen macht man bei einem professionellen Dreh der Darstellerin Texas Patti in einem Dortmunder Swingerklub? Wie kriegt man die disparaten Eindrücke nachher wieder zusammen? Und vielleicht war vor Ort ja auch alles gar nicht so spektakulär?


Donnerstag, 7. September 2017

Historische Aufnahmen · 22.05 – 22.50 Uhr · Deutschlandfunk

Visionär für das Neue
Der Geiger Joseph Szigeti (1892–1973)
Von Norbert Hornig
Er galt als Intellektueller unter den Violin-Virtuosen des 20. Jahrhunderts. Von Neugier getrieben, erweiterte Joseph Szigeti den Ausdrucksradius seines Instrumentes um eine neue Dimension des Repertoires. Der 1892 in Budapest geborene Schüler von Jenö Hubay baute sich schnell eine internationale Karriere auf und entdeckte dabei die faszinierende Vielfalt der zeitgenössischen Musik, für die er sich vehement einsetzte. So begeisterte er mit seiner Interpretation des ersten Violinkonzertes von Sergej Prokofjew. Auch die Violinkonzerte von Ernest Bloch, Ferruccio Busoni oder Frank Martin fanden in Szigeti einen leidenschaftlichen Fürsprecher. Legendär war seine Freundschaft mit Béla Bartók. Am 9. September wäre der Geiger 125 Jahre alt geworden.

Chormusik · 22.00 – 22.30 Uhr · Deutschlandfunk Kultur
Arabische Vielstimmigkeit
Chöre im Libanon
Von Magdalene Melchers
In europäischen Ländern sind Traditionen des Chorgesangs über Jahrhunderte gewachsen. Auch im Libanon gibt es eine solche christlich geprägte Chortradition. Doch zugleich war immer auch Einstimmigkeit die Basis der Gesangskultur. Toufic Maatouk ist der künstlerische Leiter des Beirut Chants Festivals. Als Dirigent des Antonine University Choir ist ihm die europäische Tradition ebenso wichtig wie die Weiterentwicklung der arabischen Chormusik. Der in Armenien geborene Barkev Taslakian lebt in Tripoli und engagiert sich für mehrstimmige arabische Chorwerke. In seinem Fayha Chor singen rund 100 Menschen unterschiedlicher sozialer, religiöser und politischer Prägung. Zudem hat er einen Chor für syrische Flüchtlingskinder gegründet, in dem es um Gesang geht, um Gemeinschaft, um das Leben an sich.

Freitag, 8. September 2017

On Stage · 21.05 – 22.00 Uhr · Deutschlandfunk
Folkpop aus Schottland
Die Singer/Songwriterin Amy Macdonald
Aufnahme vom 6.7.2017 beim Rudolstadt-Festival
Gleich mit ihrem ersten Album ‚This is the life‘ landete Amy Macdonald im Jahr 2007 an der Spitze der Popcharts und ist dort seither nicht mehr wegzudenken. Die Gitarristin und Sängerin orientiert sich an den britischen Singer/Songwriter-Traditionen, lässt sich aber auch von Country, Rock und Pop inspirieren. Nach längerer Kreativpause ist in diesem Jahr ihr Album ‚Under Stars‘ erschienen. Beim Rudolstadt-Festival trat die 29-jährige Musikerin in Begleitung ihrer sechsköpfigen Band auf.

Konzert · 20.03 – 22.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur
Achava Festspiele Thüringen 
Live aus dem Dom St. Marien Erfurt
Giuseppe Verdi – Messa da Requiem
Catherine Foster, Sopran
Nadine Weissmann, Alt
Jaesig Lee, Tenor
Wilhelm Schwinghammer, Bass
MDR Rundfunkchor
Staatskapelle Weimar
Leitung: Kirill Karabits
Im Konzentrationslager Theresienstadt kam Verdis ‚Requiem‘ – die katholische Totenmesse – im jüdischen Ghetto zur Aufführung. Beim Singen und Spielen der Messe von Tod und Erlösung reichten sich Christen und Juden die Hand. Nach der Premiere wurden alle 120 Choristen ins Gas abtransportiert. Dieser Abend ist den ermordeten Musikerinnen und Musikern des Konzentrationslagers Theresienstadt gewidmet.

Samstag, 9. September 2017

Hörspiel · 20.05 – 22.00 Uhr · Deutschlandfunk
Odyssee Mare Monstrum
Von Nikolas Darnstädt
Regie: der Autor
Dlf in Kooperation mit der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst-Busch“ 2017/ca 50‘
(Ursendung)
Das fiktional-dokumentarische Hörspiel ‚Odyssee‘ überträgt Homers Gesänge in den Dschungel von Calais, in die Banlieues vor Paris, an die abgeriegelten Grenzen Europas und in die unergründlichen Weiten des Weltalls. Die Rückkehr aus dem trojanischen Krieg wird für den Helden Odysseus zur zehnjährigen Irrfahrt. Er sehnt sich verzweifelt nach der Heimat und bleibt doch immer fremd. In einem musikalischen Fiebertraum zwischen der Heimatlosigkeit der Geflüchteten und der individualistischen Verblendung europäischer Identität kreist unser Held um den Hades, bekämpft den Kyklopen und durchquert das Mare Monstrum unserer Zeit.

Lange Nacht · 0.05 – 3.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur
Nichts ist erledigt
Eine Lange Nacht mit dem Künstler Klaus Staeck
Moderation: Rainer Burchardt
Er begann seine künstlerische Laufbahn mit Holzschnitten; doch bekannt, geliebt und gehasst wurde er für seine feinsinnigen zumeist ironisch-polemischen Plakate und Poster. Kritisiert wurde er von den 68ern, gehasst besonders von den konservativen Erben der Nach-Adenauerzeit, die ihn wegen der entlarvenden Polemiken reihenweise vor Gericht brachten. Da waren sie bei dem Volljuristen, Grafiker, Verleger, Designer und ehemaligen Präsidenten der Akademie der Künste Prof. Klaus Staeck gerade an den Richtigen geraten. Von den vielen Prozessen hat er bis heute keinen verloren. Mit seinen grafischen ‚Staeckbriefen‘ hat der Sozialdemokrat auch nicht die etablierte Politik der Ära Brandt/Schmidt verschont. Die ‚Lange Nacht’ beleuchtet das vielschichtige Leben dieses Künstlers, der im kommenden Jahr 80 Jahre alt wird.
Die ‚Lange Nacht‘ wird ab 23.05 Uhr auch im Deutschlandfunk gesendet.

Sonntag, 10. September 2017

Konzertdokument der Woche · 21.05 – 23.00 Uhr · Deutschlandfunk
72. Sommerliche Musiktage Hitzacker 2017
‚Sommerresidenz‘ – so lautet das Motto des Kammermusikfestivals 2017. In diesem Jahr war es Intendant Oliver Wille wichtig, dafür zu sorgen, dass möglichst viele Künstler länger bleiben und in unterschiedlichen – einmaligen – Formationen auftreten. Deutschlands ältestes Kammermusikfestival möchte erklärtermaßen auch Deutschlands „geistig jüngstes“Festival dieser Art sein. Diesem Leitbild haben sich Oliver Wille und sein Team verschrieben. Die Werke von Rebecca Saunders, einer der herausragenden Komponistinnen unserer Tage, werden in spannungsvollem Kontrast zu Mozart, Mendelssohn und Brahms gesetzt. Der finnische Jazzgitarrist Kalle Kalima hat ein Werk für E-Gitarre und Streichorchester im Auftrag der Sommerlichen Musiktage komponiert, und die Komponisten David Philip Hefti und Arnulf Herrmann werden neue Kunstlieder beisteuern.

Kakadu für Frühaufsteher · 7.30 – 8.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur
Messie
Von Frauke Angel
Dlf Kultur 2017
(Ursendung)
Regelmäßig machen Oma, Mama und Enkelkind einen Ladies-Tag. Meist gehen sie auf irgendwelche Messen. Denn Oma und Mama lieben Messen. Wobei es für sie keine Rolle spielt, welche Art von Messe sie besuchen. Ob Heizungsbau oder Hochzeitsmesse, Buch- oder Spielmesse, ihrer Ansicht nach kann man auf jeder Messe Spaß haben. Doch auf der ‚Gesund und Fit‘ kommt es zwischen Mama und Oma zu Streit. Erst wegen Mamas Hackenschuhen, dann, weil Oma unbedingt Bungee-Jumping ausprobieren will und schließlich, weil Oma Mama vorwirft, dass sie das Leben viel zu ernst nehmen würde.

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