Hörfunktipps KW 27 Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova

Dienstag, 4. Juli 2017

Musikszene · 22.05 – 22.50 Uhr · Deutschlandfunk

Klänge in digitaler Technologie

Ein Besuch im Karlsruher Zentrum für Kunst und Medien

Von Yvonne Petitpierre

Seit der Gründung des Karlsruher Zentrums für Kunst und Medien 1990 hat sich das technologische Verständnis von Klängen extrem gewandelt. Mit Smartphones kann man sie an jedem Ort in der Welt positionieren und abrufen. Klang ist einer der bedeutendsten Inhalte in der Medienlandschaft geworden und verbindet sich heute selbstverständlich mit visuellen Systemen. Diese werden im Institut für Musik und Akustik erforscht, in innovativen Formen gestaltet und mit anderen Künsten konfrontiert. In Symposien, Festivals und mit dem jährlich vergebenen Giga-Hertz-Preis wird über die Potenziale von Klang in der Gesellschaft reflektiert.

Zeitfragen. Feature · 19.30 – 20.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Schutzgebiete in Not

Ist die Natur zur Ware verkommen?

Von Thilo Schmidt

Wegen klammer öffentlicher Kassen kommt es immer wieder vor: Naturschutzgebiete werden an private Investoren verkauft. Doch warum? Es sind geschützte Gebiete, die eine kommerzielle Nutzung ohnehin kaum oder gar nicht zulassen. Dennoch passiert genau das, zum Beispiel in der Mothäuser Heide, einem der ältesten Naturschutzgebiete in Sachsen. Der private Besitzer schlug derartig viel Holz, dass das sensible Moor beinahe trockengefallen wäre. Warum verkaufen wir unsere wertvollsten Flecken Erde? Ist die Not der öffentlichen Kassen tatsächlich so groß? Oder ist die Natur zur Ware verkommen?

 

Mittwoch, 5. Juli 2017

Querköpfe · 21.05 – 22.00 Uhr · Deutschlandfunk

Kabarett, Comedy & schräge Lieder

Showtime mit Hausdame im Spiegelzelt

25 Jahre ‚Bar jeder Vernunft‘

Von Regina Kusch und Andreas Beckmann

Von außen eher schlicht: Ein Zelt in Berlin, auf einem Parkdeck zwischen Wilmersdorfer Mietskasernen. Innen eher üppig: Ein Spiegelzelt im Jugendstil mit Logen und roten Samtpolstern. Stets begrüßt eine elegante Hausdame, die Drag-Queen Marlene Deluxe, die Besucher zu einem ambitionierten Kleinkunstabend. Die Liste der Stars, die in 25 Jahren dort aufgetreten sind, ist endlos lang. Nach zehn erfolgreichen Jahren beschlossen die Begründer, ein zweites Baby anzuschaffen, das TIPI am Kanzleramt: Ein größeres Zelt, mit Kronleuchtern und weißen Tischdecken am Spreeufer im Tiergarten. Hier finden regelmäßig Kabarettpremieren statt, aber auch internationale Travestieshows und eine eigene Inszenierung des Musicalklassikers ‚Ein Käfig voller Narren‘, die die Hausdame besonders mag.

Feature · 0.05 – 1.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Utopia Ser Verde

In den Stadtgärten von Roberto Burle Marx

Von Carsten Probst

DKultur 2015/50‘14

Der alte Gärtner Falon unternimmt einen Rundgang durch den Ibirapuera-Park in Sao Paulo. Er berichtet von der Verwandlung, die der Park durch die harte Realität der Megacity erfahren hat. ‚Ibira‘ zählt zu den Schöpfungen des Landschaftsarchitekten Roberto Burle Marx Anfang der 50er-Jahre. Eine Natur-Utopie des 20. Jahrhunderts, gebildet aus der bedrohten Pflanzenvielfalt des Amazonaswaldes. Das Feature folgt den Klängen, Stimmen und stillen wie dröhnenden Atmosphären dieser einstmals grünen Inseln im Häusermeer.

 

Donnerstag, 6. Juli 2017

Marktplatz · 10.10 – 11.30 Uhr · Deutschlandfunk

Minijob, Minirechte?

Arbeiten auf 450-Euro-Basis

Am Mikrofon: Sina Fröhndrich

Hörertel.: 0 08 00.44 64  44 64

marktplatz@deutschlandfunk.de

Kellner, Putzkraft, Kassiererin: Fast 7 Millionen Menschen in Deutschland haben einen Minijob. Für Arbeitnehmer, die auf 450-Euro-Basis arbeiten, gelten bestimmte Regeln. Wer zahlt einen Beitrag in die Rentenkasse und wer nicht? Wie setzen Arbeitnehmer ihren Anspruch auf Urlaubs- und Krankengeld wirksam um? Und in welchen Branchen kann ein Minijob der Sprung in ein reguläres Arbeitsverhältnis sein? Auch Arbeitgeber müssen vieles beachten, wenn sie jemanden auf Minijobbasis beschäftigen. Wie melden sie den Minijobber an? Welche Abgaben werden fällig? Auf welche Höchstgrenzen bei der Arbeitszeit sind zu achten? Im ‚Marktplatz‘ beantworten Minijob-Experten Ihre Fragen rund um die geringfügige Beschäftigung.

Zeitfragen. Feature · 19.30 – 20.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Mission Erde

Satelliten erforschen unseren Planeten

Von Dirk Lorenzen

Kein Himmelskörper wird so intensiv beobachtet wie unsere Erde: Ging es anfangs zunächst um militärische Aufklärung, so dominiert längst die zivile wissenschaftliche Überwachung des Planeten. Satelliten liefern den Wolkenfilm im Wetterbericht, erfassen die Eisabdeckung an den Polen, überwachen das Erdklima, entdecken im Boden versteckte Rohstoffe, registrieren die Verschmutzung unserer Atmosphäre und ermöglichen mit aktuellen Bildern schnelle Hilfe bei Überschwemmungen und Erdbeben. Mit Kamera, Sensor und Radargerät beobachten die Satelliten viele Facetten der Erde und liefern inzwischen nahezu in Echtzeit ein globales Bild unserer kosmischen Heimat.

 

Freitag, 7. Juli 2017

On Stage · 21.05 – 22.00 Uhr · Deutschlandfunk

Rupa & the April Fishes

Global Folk mit Witz und Message

Livekonzert von der Großen Bühne im Heinepark beim Rudolstadtfestival

Wenn die indisch-amerikanische Sängerin Rupa mit ihren April Fishes auftritt, dann lässt nicht nur der Name an Aprilscherze denken. Die Band hat Sinn für Humor, theatralisches Talent und einen erfrischenden Stilmix zu bieten: von Reggae bis Raga, von Chanson bis Cumbia, von Punk bis Zirkusmusik. Vielfalt ist Programm der sechs Musiker, die aus allen Teilen der Welt stammen und sich im Schmelztiegel San Francisco gefunden haben. Sie wechseln zwischen Sprachen und Genre, zwischen politischen und poetischen Texten, zwischen Straßenparty und Kleinkunstperformance.

Zeitfragen. Literatur · 19.30 – 20.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Wen die Muse spät küsst

Reife Literaturdebütanten

Von Irene Binal

Was haben Theodor Fontane, José Saramago, Martin Suter und Ingrid Noll gemeinsam? Sie alle begannen ihre literarische Laufbahn jenseits der 50 und waren erfolgreich. Aus demografischen Gründen dürften sie in den nächsten Jahren zahlreiche Nachahmer finden – allesamt ältere Semester, die in einer jugendfixierten Gesellschaft wahrscheinlich stärker auffallen als Fontane anno dazumal. Ist das ein Vorteil oder ein Nachteil? Schließlich altern die Leser, die Buchhändler und Verleger mit. Wie und worüber schreiben die Spätgeküssten? Autoren, Lektoren und Branchenkenner berichten von ihren Erfahrungen mit Senioren, die es das erste Mal taten.

 

Samstag, 8. Juli 2017

Gesichter Europas · 11.05 – 12.00 Uhr · Deutschlandfunk

Stolz und machtlos

Schottland, ein Jahr nach dem Brexit-Referendum

Mit Reportagen von Ingrid Norbu

62 Prozent der Schotten votierten 2016 gegen den Brexit. Je nach Interessenlage gibt es aber auch in Schottland ganze Gruppen von EU-Gegnern, die meisten Fischer gehören beispielsweise dazu. Nun hat die Schottische Nationalpartei erneut ein Referendum zur Unabhängigkeit angekündigt. Ein unabhängiges Schottland in der EU wäre als kleines und hoch verschuldetes Mitgliedsland – so befürchten viele – „wie Griechenland, nur ohne Sonne“.

Feature · 18.05 – 19.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Die Vodou-Ikone

Die schwarze Madonna von Częstochowa zwischen Polen und Haiti

Von Sebastian Meissner

Dlf Kultur/WDR 2017/ca. 54‘

(Ursendung)

Die schwarze Madonna von Częstochowa gilt als Inbegriff des polnischen Katholizismus. Sie bot Zuflucht für Dissidenten und Trost für die einfache Bevölkerung; heute steht sie für Restauration und Nationalismus. Aber ihre Vergangenheit ist farbig: sie kam mit polnischen Söldnern nach Haiti und wurde dort mancherorts zur Vodou-Schutzheiligen für Lesben und Schwule. In Briefen seiner Großmutter aus dem Polen der 80er-Jahre, Begegnungen mit polnischstämmigen Haitianern und Exkursionen zum ländlichen Katholizismus verfolgt der Autor das Driften der Bedeutungen.

 

Sonntag, 9. Juli 2017

Freistil · 20.05 – 21.00 Uhr · Deutschlandfunk

„Was singt mir, der ich höre in meinem Körper das Lied“

Die Kraft des Gesangs

Von Burkhard Reinartz

Dlf 2017

Singen ist ein universelles Bedürfnis: laut oder leise, zart oder schneidend, hymnisch oder klagend. „Was singt mir, der ich höre in meinem Körper das Lied“, fragte der französische Philosoph Roland Barthes. „Singen ist die eigentliche Muttersprache aller Menschen“, meinte der Virtuose Yehudi Menuhin. Die Intensität einer Gesangslinie kann Menschen beglücken, zu Tränen rühren oder provozieren. Das Feature bringt unterschiedlichste Stimmen zusammen: Solisten wie Erykah Badu, Christian Wolz, Barbara Bonney oder Bobby McFerrin und unbekannte Gesangsgruppen in Trance-Workshops, im Studio oder in der U-Bahn.

Kakadu für Frühaufsteher · 7.30 – 8.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Das dritte Kaninchen

Von Maraike Wittbrodt

Gelesen von Winnie Böwe

DKultur 2011

Lina und Dennis haben beide große Sehnsucht nach einem Haustier. Lina wünscht sich seit Jahren einen Hund, sie hat schon 61 Euro und 55 Cent gespart, aber das ist mal gerade ein Viertel Hund und außerdem erlauben ihre Eltern kein Haustier. Dennis ist erst seit wenigen Wochen in der Stadt, er sehnt sich zurück nach seinem Hund, den er im Dorf bei seiner Großmutter zurücklassen musste. Da freuen sich beide sehr, als Kevin sie fragt, ob sie am Samstag Zeit hätten, sich um die vielen Haustiere seiner Tante zu kümmern. Natürlich haben die beiden Zeit, und sie machen es gut. Nur fehlt plötzlich das dritte Kaninchen.

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