Hörfunktipps KW 23 Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova

Dienstag, 6. Juni 2017

 

Hörspiel • 20.10 – 21.00 Uhr • Deutschlandfunk

Das Ohr der Welt in Meiers Garten

Eine Annäherung an den Schriftsteller Gerhard Meier

Von Janko Hanushevsky

DLF 2015/49‘01

Er habe ‚ein ganz gewöhnliches Verhältnis‘ zur Poesie, so der Schriftsteller Gerhard Meier, ‚ohne Pathos, ohne Forciertheiten‘. Von berühmten Kollegen mit Lob bedacht und mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet, ist das Werk des Schweizer Schriftstellers Gerhard Meier wenige Jahre nach seinem Tod bereits ein wenig in Vergessenheit geraten. Im Gespräch mit dem Literaturwissenschaftler Werner Morlang, einem langjährigen Freund Meiers, sowie in der Begegnung mit Meiers Enkeltochter Christina und nicht zuletzt mit Meiers Handschrift sucht der Autor eine Annäherung an den großen, bescheidenen Schriftsteller, der zeitlebens in dem Schweizer Dorf Niederbipp wohnte, in dem er geboren wurde und in dem alle seine Romane angesiedelt sind.

 

Alte Musik • 22.00 – 22.30 Uhr • Deutschlandfunk Kultur

Monteverdi und die Tradition

Von Bernhard Schrammek

Die ‚Marienvesper‘ von Claudio Monteverdi, veröffentlicht 1610, gilt als ein Meilenstein des konzentierenden Stils in der Kirchenmusik. Mit dem kontrastreichen Wechselspiel zwischen Vokal- und Instrumentalstimmen setzte Monteverdi wirkungsvoll seine Vorstellungen eines Stile nuovo um. Inspirationen dazu hatte er aber auch von früheren Komponistengenerationen erhalten. Die Spurensuche nach den Vorbildern der ‚Marienvesper‘ führt zu Adrian Willaert, Giovanni Gabrieli sowie zu Jachet de Mantua.

 

Mittwoch, 7. Juni 2017

 

Querköpfe • 21.05 – 22.00 Uhr • Deutschlandfunk

Kabarett, Comedy & schräge Lieder

Der Salzburger Stier 2017

Die schweizer Preisträgerin Hazel Brugger

Die schweizer Preisträgerin des Salzburger Stiers 2017 heißt: Hazel Brugger! Die 1993 geborene Kabarettistin, Slam Poetin und Moderatorin eigener Talk-Shows hat eine Blitzkarriere hinter sich. Sie schreibt mitleidlose Kolumnen, gewann die Schweizer SlamPoetry Meisterschaft, den Deutschen Kleinkunstpreis und den bayerischen Kabarettpreis 2017. Zurzeit tourt sie mit ihrem Bühnenprogramm ‚Hazel Brugger passiert‘ durch den ganzen deutschsprachigen Raum. Ihre immer größer werdende Fangemeinde kennt sie mittlerweile aus der ‚heute-show‘ im ZDF, aus ‚Nuhr im Ersten‘ oder aus der ‚Anstalt‘.

 

Länderreport • 13.07 – 14.00 Uhr • Deutschlandfunk Kultur

Luft- und Raumfahrttechnik

Konkurrenz zwischen Bayern und Bremen?

Von Almuth Knigge und Michael Watzke

Die Bundesländer Bayern und Bremen sind deutschlandweit führend im Bereich der Luft- und Raumfahrtindustrie – und sie stehen dabei in einem gesunden Konkurrenzverhältnis: Die Hansestadt ist stolz auf ihre SpaceCity, und der Freistaat verweist u.a. auf seine Standorte Ottobrunn-Taufkirchen und Oberpfaffenhofen.

 

Donnerstag, 8. Juni 2017

 

Marktplatz • 10.10 – 11.30 Uhr • Deutschlandfunk

Die tödliche Faser

Asbest und die Folgen

Am Mikrofon: Georg Ehring

Hörertel.: 0 08 00.44 64  44 64

marktplatz@deutschlandfunk.de

Bremsen, Bodenbeläge, Dachplatten, Dichtungen und Nachtspeicheröfen – die Liste der Produkte, in denen Asbest verarbeitet wurde, ist lang. Der Stoff war beliebt wegen vieler Vorteile: Er ist feuerfest, leicht zu verarbeiten und sehr beständig. Doch Asbestfasern sind krebserregend und deshalb ist die Verwendung seit über 20 Jahren verboten. Mehr als zwei Drittel der anerkannten berufsbedingten Krebsfälle sind auf Asbest zurückzuführen. Weil es Jahrzehnte dauern kann, bis eine Asbestose ausbricht, ist mit vielen tausend weiteren Fällen zu rechnen. Über Fragen rund um den gefährlichsten Schadstoff am Bau diskutiert Georg Ehring mit Experten und Hörern.

 

Zeitfragen. Feature • 19.30 – 20.00 Uhr • Deutschlandfunk Kultur

Freischütz im Reich der Zwerge

Die Nanomedizin zwischen Wissenschaft und Fiktion

Von Arndt Reuning

Im Jahr 1966 kam ein Science-Fiction-Film in die Kinos, der den menschlichen Körper aus einer bislang unbekannten Perspektive zeigte: Ein U-Boot, geschrumpft auf die Größe eines Bakteriums, begibt sich auf eine fantastische Reise durch die Blutbahnen eines Patienten. Der spektakuläre Hollywoodstreifen von damals könnte auch als Blaupause verstanden werden für die Nanomedizin der Zukunft. Dahinter verbirgt sich das Konzept, Medikamente in Form kleinster Partikel in den Körper zu schleusen. Wie die magische Kugel, derer sich der Freischütz bedient, verfehlen diese Wirkstoffe niemals ihr Ziel. Hochspezifisch bekämpfen sie nur kranke Zellen. Im Idealfall besitzen sie nahezu keine Nebenwirkungen. Kann das junge Forschungsgebiet seine Versprechungen einlösen?

 

Freitag, 9. Juni 2017

 

Das Feature • 20.10 – 21.00 Uhr • Deutschlandfunk

documenta parallax

Beobachtungen aus Athen

Von Daniel Wetzel

DLF 2017

Die eigene Nasenspitze, wechselweise mit nur einem Auge betrachtet, scheint zu springen. Objekte in größerer Entfernung dagegen scheinen an ihrem Ort zu bleiben. Der Effekt der Parallaxe. Nach 13 Ausstellungen in Kassel seit 1955 erweitert die documenta 14 den angestammten Standort und eröffnet im April 2017 in Athen. Auf Europa zu schauen aus der Perspektive Griechenlands, der mitteleuropäischen Rhetorik des Nord-Süd-Gefälles eine Gegenperspektive zu bieten, den nördlichen Standort Kassel dabei nicht aus den Augen zu verlieren – ‚Von Athen lernen‘, das war Programm des künstlerischen Leiters Adam Szymczyk und seiner Kuratoren.

 

Kakadu. Entdeckertag • 15.05 – 15.30 Uhr • Deutschlandfunk Kultur

Radfahrer haben nichts zu verlieren als ihre Ketten

Das Fahrrad wird 200 Jahre alt

Von Regina Voss

Moderation: Fabian Schmitz

Radfahren ist gesund, praktisch und schont die Umwelt. Doch wer selbst Rad fährt, weiß genau: Da ist noch mehr. Wenn der Fahrtwind die Mundwinkel nach oben zieht, die Kette schnurrt und man mit Blick aufs Tacho an den im Stau stehenden Autos vorbeizieht, weiß der Radler genau: Radfahren macht glücklich. Radfahren macht unabhängig. Dass dieses Gefährt eine große Fangemeinde hat, versteht sich von selbst. Und so sind im Laufe der Jahre immer neue Erfindungen, Sportarten und Modetrends rund ums Rad entstanden. Folgen wir dem Fahrrad auf seinem Siegeszug durch die Zeit – von der Draisine bis zum E-Bike.

 

Samstag, 10. Juni 2017

 

Lange Nacht • 23.05 – 2.00 Uhr • Deutschlandfunk

Jodelhorrormonstershow

Eine Lange Nacht der bayerischen Musikerfamilie Well

Von Jan Tengeler

Das Biermoos, auf Hochdeutsch Beerenmoor zwischen München und Augsburg, ist die Heimat der bekanntesten bayerischen Volksmusikfamilie, den Wells. 15 Kinder sind mit Musik und Tanz in traditioneller Manier groß geworden. Dass daraus einmal die einzig ernstzunehmende Opposition der CSU in Bayern erwachsen würde, ist erstaunlich. Aber genau das sagte man dem Musikkabarett-Trio der Biermösl Blosn nach, als es sich 2012 nach 35 gemeinsamen Jahren auflöste. Doch das launige Musizieren geht weiter, schließlich gibt es bei 15 Geschwistern eine große Auswahl an neuen Kombinationen und außerdem zählt ja auch Kabaretturgestein Gerhard Polt zum erweiterten Familienkreis. Die ‚Lange Nacht‘ befasst sich mit der Familie Well, der Biermösl Blosn sowie ihrem weiblichen Gegenstück, den Wellküren.

Die ‚Lange Nacht‘ wird ab 0.05 Uhr auch in Deutschlandfunk Kultur gesendet.

 

Feature • 18.05 – 19.00 Uhr • Deutschlandfunk Kultur

Honig und Eisen

Eine Reise durch das Kriegsgebiet der Ostukraine

Von Christiane Seiler

Dlf Kultur 2017/ca. 54′

(Ursendung)

Eine Grenze teilt das Donezkbecken im Osten der Ukraine. Offiziell heißt sie Kontaktlinie, aber der Kontakt besteht aus tödlichen Schüssen und erniedrigenden Kontrollen an militärischen Checkpoints. Was wird aus Donezk, einst moderne Vorzeigestadt, jetzt verloren in einer politischen und rechtlichen Grauzone? Und Kramatorsk? Wird die verschlafene postsowjetische Provinzstadt sich zur blühenden ukrainischen Metropole entwickeln? Wie kommen die Menschen damit zurecht, Geiseln zu sein in einer absurden Situation, die sie nicht gewählt haben?

 

Sonntag, 11. Juni 2017

 

Rock et cetera • 15.05 – 16.00 Uhr • Deutschlandfunk

Die Letzten ihrer Art – Deep Purples langer lauter Abschied

Von Fabian Elsäßer

Led Zeppelin sind längst Geschichte, Black Sabbath haben 2016 ihren Abschied von der Konzertbühne gegeben. Nur eine Band ist noch übrig aus der britischen Gründertrias des Heavy Metal: Deep Purple. Sie hatten nie die Konstanz von Led Zeppelin, aber auch nicht so viele Umbesetzungen wie Black Sabbath. Personalfragen trieben die Band dennoch oft genug an den Abgrund, von 1975 bis 1984 auch darüber hinaus. Nach dem endgültigen Abgang von Ritchie Blackmore und dem Einstieg von Gitarrist Steve Morse hat die Band zwei Dekaden ungeahnter innerer Ruhe erlebt und regelrechte Rekorde im Live-Spielen aufgestellt. Nun aber deutet sich ein Abschied an.

 

Hörspiel • 18.30 – 20.00 Uhr • Deutschlandfunk Kultur

G&G. Germaine Krull & Gisèle Freund.

Eine Belichtung

Von Barbara Meerkötter

DKultur 2016/81’07

(Ursendung)

Zehn Jahre liegen zwischen ihnen. Das sind die Jahre, in denen sich die Reportage-Fotografie zu etablieren begann. Germaine Krull (1897–1985) ist wirklich Vorreiterin, in ihrer Zeit ungeheuer modern. Gisèle Freund (1908–2000) setzt sich ein wenig ins gemachte Nest und zieht dann an der Älteren vorbei. Walter Benjamin steht mit beiden in Kontakt, tauscht Briefe aus, behandelt sie in Schriften. Beide arbeiten für France Libre, richten ihre Kamera auf die Straße und porträtieren Colette, Malraux und Benjamin.

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