Das besondere Konzert: Hans Werner Henzes „Floß der Medusa“ vom 17.11.2017 Elbphilharmonie Hamburg

Im Jahr 1968, mitten zwischen Studentenbewegung und Vietnamkrieg, sollte Hans Werner Henzes „Floß der Medusa“ uraufgeführt werden. Die Polizei verhinderte das. Jetzt ist es Zeit, sich der Musik zu widmen!

 

Beim Versuch der Uraufführung wurde die ausverkaufte Ernst-Merck-Halle in Hamburg von Polizisten gestürmt, noch bevor der erste Ton erklang. Die Beamten nahmen wahllos Gäste fest, darunter Ernst Schnabel, den Textdichter des Werkes. Seitdem kennt man eher den „Fall“ des Werks, nicht aber die Musik. Es geht um die Geschichte der im Jahr 1816 historisch belegten Tragödie, um den Schiffbruch der „Medusa“ und seine Überlebenden. Das abendfüllende Oratorium weist schon im Untertitel von Hans Werner Henze auf den aktuellen Bezug hin. 1816, 1968 und in der Gegenwart: Unsere Zivilisation kann jederzeit Schiffbruch erleiden.

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Mitschnitt vom 17.11.2017 aus der Elbphilharmonie

Camilla Nylund, Sopran; Peter Schöne, Bariton; WDR Rundfunkchor; SWR
Vokalensemble; Freiburger Domsingknaben, Einstudierung: Robert Blank;
SWR Symphonieorchester, Leitung: Peter Eötvös

Redaktion: Richard Lorber

Portrait über Hans Werner Henze von Richard Lorber

© WDR 3, Konzert, 14.1.2018

 

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