„… differentiate the hot from the cool“ Miles Davis´ Capitol Orchestra

Eine der folgenreichsten Umwälzungen in der Jazzgeschichte ereignete sich 1949/50 leise und fast unbemerkt von der Öffentlichkeit: Der damals 23jährige Trompeter Miles Davis hatte ein Nonett zusammengestellt, das einen neuen, kühlen und weichen Sound prägte. Mit Waldhorn und Tuba setzte es ungewöhnliche Klangfarben ein.

 

Mit Odilo Clausnitzer

Zu den Mitgliedern zählten der Altsaxofonist Lee Konitz, der Posaunist Jay Jay Johnson, der Pianist John Lewis und der Schlagzeuger Max Roach. Die Musik orientierte sich am bewusst vibratoarmen und dynamisch verhaltenen, aber stimmungsvollen und harmonisch modernen Sound des Claude Thornhill Orchestra, dessen ehemalige Arrangeure Gerry Mulligan und Gil Evans nun für dieses Nonett schrieben.

Live zog die Davis-Band kaum Publikum an, die Studio-Aufnahmen erschienen zunächst als Schellack-Singles auf dem Label Capitol, wonach das Nonett später den Namen Capitol Orchestra erhielt. Erst 1957 wurden sie unter dem passenden Namen Birth of the Cool“ zu einer LP zusammengefasst. Odilo Clausnitzer wirft in WDR 3 Jazz & World einen neuen Blick auf diese Aufnahmen des Capitol Orchestra und stellt sie in den Zusammenhang anderer zeitgenössischer Einspielungen.


Playlist PDF

© WDR 3, Jazz & World, 27.11.2017

Danke das Du meinen Beitrag kommentieren möchtest