Das Filter: Wochenend-Walkman vom 22.7.2017 mit Cornelius, Mønic und Terrence Dixon

Cornelius – Mellow Waves

Was hat Cornelius, diese popwirksamste Bobfrisur seit Mireille Mathieu wohl gemacht in den vergangenen zwölf Jahren nach „Sensuos“ von 2006? Wie konnte er keine Musik machen oder hat er sich so lange eingeschlossen, bis er hiermit, diesem wunderbaren Album „Mellow Waves“ wieder raus kam. Aber ehrlich, alleine die Tatsache diesem meisterhaften Künstler wieder bei seiner Sache zuhören zu dürfen. Thank god it’s Wochenende …

 

Mønic – Deep Summer EP (Burial Remix)

Ein irgendwie komplett tempoloses Stück Musik, das schon ziemlich wundervoll dem übermächtigen Hall all das überlässt, worauf man gemeinhin als Musiker so penibel achtet. Ein gräulicher, und doch hell leuchtender Tiefsee-Teich aus wohlig wogenden Verwerfungen, zusammengehalten von diesen sperrigen Seefeel-Beats und wundersamen Vocals, die ungefähr so klingen, als würde man die nächste Tropic Of Cancer von der gegenüberliegenden Straßenseite mit einem in die Jahre gekommenen Walkman vorsorglich dokumentieren. Killer gut und sehr moody. Und wie Burial den Song am Ende komplett dreht, ist dann doch beeindruckend. Und mehr, als ich ihm zugetraut hätte. Es gibt Hoffnung für den Herbst.

Terrence Dixon – 12,000 Miles of Twilight

„12,000 Miles of Twilight“ wirkt und funktioniert weniger als Album, erscheint vielmehr als Werkschau, die die unzähligen Facetten und Stile Dixons versammelt: klickernde und klappernde Drones, pumpender Techno, Sci-Fi, Jazz-Anleihen, ab und an schlägt Electro durch, irgendwie minimal, aber in Summe doch sehr füllig. Jede Rille durch und durch und unverkennbar Detroit. Vielleicht ist das auch schon alles was man dazu sagen muss.

© Das Filter • SOUNDS – Text: Redaktion

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